Wer hat Angst vor Virginia Woolf? (Who's Afraid of Virginia Woolf?)

Schauspiel von Edward Albee // Deutsch von Pinkas Braun


Verfügbar ab: 09.11.2019
4 Schauspieler*innen
Gastspielhonorar: 5.500 Euro (zzgl. Nebenkosten)
Martha und George sind gebildet und dennoch verheiratet. Seit Jahren tobt zwischen dem Geschichtsprofessor und seiner Frau ein Kampf, in dem bereits jede Regel gebrochen und jede Grenze überschritten wurde. Ein Krieg gegen innere Leere und äußeren Grund – den Partner. Gemeinsame Wünsche blieben unerfüllt. Träume sind nach 20 Jahren begraben. Ihr öffentliches Leben verachten sie inzwischen ebenso sehr wie ihr privates. Aber was ist privat? Nach einem Empfang an Georges College kommt das ältere Paar nach Hause. Wie immer haben sie getrunken. Es klingelt. Vor der Tür steht ein junges Paar. Martha hat eingeladen. Honey und ihr Mann Nick, frisch gebackener Biologieprofessor am nämlichen College, sind Spiegel für Martha und George und fortan Publikum bei der nächsten Runde des Selbstzerfleischungsrituals.
Vorwürfen, Anschuldigungen, Demütigungen, offenem Hass müssen sie hilflos zusehen, bevor sie selber angegriffen, schließlich als Waffen missbraucht und endlich selbst zu einer werden. Die dramatische Enthüllung im Morgengrauen verändert alles.

Der Broadway-Erfolg von 1962 gilt heute als die Mutter des modernen Ehedramas. Wie in den meisten seiner Stücke rüttelt der Autor auch hier an der Fassade des gehobenen Bürgertums, um die Konstruktion von Tabus und Lebenslügen offenzulegen. Mit seiner differenzierten Psychologie kratzt er, beeinflusst von Beckett, in der Tradition Ibsens und Tschechows, am Lack des „American Dream“ und schrieb in scharfen, intelligenten Dialogen eine böse Komödie über das Scheitern.
Besetzung
  • Autor Edward Albee
Aufführungstermine
  • 09.11.2019 20.00 h  – Rheinisches Landestheater - Schauspielhaus