Faust@WhiteBoxX

Der Tragödie erster Teil von Johann Wolfgang von Goethe


Verfügbar ab: 20.09.2019
Übernahme der Inszenierung von Tom Gerber // Staatstheater Wiesbaden
4 Schauspieler*innen
Im Zentralabitur 2019 + 2020
Gastspielhonorar: 2.000 / 3.000 Euro (bis 150 / 300 Besucher; zzgl. Nebenkosten)
Des Menschen hohes Streben ist ihm ins Stocken geraten. Alt ist er worden. Genuss versagt er sich. Jedwedes Denken empfindet er als klein. Die Welt aber scheut er als zu groß. Ihm bleibt… Was? Esoterik und Alchemie?! Er befragt sein Leben. Das Fazit ist Defizit. Bleibt der Freitod. Sterben als letztes, großes Experiment? – An diesem Punkt begegnet man der berühmtesten deutschen Theaterfigur zu Beginn der Tragödie: Faust. Und begleitet ihn im Folgenden in den Frühling, trifft auf den Teufel, dessen Freund er wird, und Hexen. Er verjüngt sich, dieser Mann in der Krise. Man nimmt Drogen mit Faust, findet mit ihm die Liebe, sucht die Einsamkeit, verrät, tötet, verzweifelt mit ihm. Am Ende des ersten Teils ist er ein Mörder auf der Flucht, der die Geliebte, die ihrer beider Kind tötete, aus dem Kerker befreien will und ihr beim Irrewerden zusehen muss.

Man mag es der Großartigkeit dieses Werkes zuschreiben, dass man seit seiner endgültigen Fertigstellung 1808 nicht müde wird, es zu deuten und auszulegen. Jede Zeit setzte eigene Schwerpunkte. Unzählige Inszenierungen machen es auch heute noch zum meist gesehenen Stück in Deutschland. In jüngerer Zeit versuchte man ihm gerecht zu werden, indem man den ganzen Faust I und II am Stück spielte, Teile extrahierte oder gar einen Teil III schrieb. In dem neuen RLT-Format WhiteBoxX* wird der ganze Faust I in 100 Minuten von vier Darstellern gespielt werden.

*Die WhiteBoxX ist ein puristischer, leerer, weißer Raum, für den es ein Regelwerk gibt, z.B. Regel 5: Die Kostüme der jeweiligen Aufführung müssen der im dargestellten Werk angelegten Zeit/Epoche entsprechen.
Besetzung
  • Autor Johann Wolfgang von Goethe
Aufführungstermine
  • 20.09.2019 20.00 h  – Rheinisches Landestheater - Schauspielhaus